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Junge Töne im „Liederkranz 1891 e.V.“:

Lila Diskokugel mit ganz viel bekuschelbarer Masse

Das klingt natürlich viel netter als „kleiner Fettsack“!

Im vollbesetzten Raum lauschte Mann und Frau gutgelaunt den humorigen Geschichten der Autorin aus Babenhausen. kb

Und genau diese Wortwahl bei der Beschreibung meist alltäglicher Situationen macht die Geschichten von Silke Kasamas zu etwas Besonderem. Davon konnten sich auch die rund 40 Gäste im Alten Schulhaus in Hergershausen überzeugen, die der Einladung der Jungen Töne des Gesangvereins „Liederkranz“ gefolgt waren.

Zum ersten Mal war die Autorin aus Babenhausen mit einer Lesung aus ihrem Buch „Gänseblümchen hat Gänsehaut“ zu Gast in Hergershausen. In Kooperation mit dem Verein „Herigar“, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, bot sich ein sehr liebevolles Ambiente, das einer Kaffeestunde zuhause gleichkam. Für das leibliche Wohl mit einem verführerischen Kuchenbuffet und vielfältiger Getränkeauswahl (von Sekt und Selters bis Kaffee und Tee war alles dabei) zeichneten die „Jungen Töne“ verantwortlich, die gegen eine freiwillige Spende die Bewirtung gratis anboten. Silke Kasamas stellte sich kurz vor und erzählte davon, wie sie eigentlich zur Schriftstellerei kam: damit im Mai 2014 eine geplante Lesung im Dessousladen von Kati Mehler mangels Lesegenehmigung nicht platzte, schrieb sie unter Hochdruck „schnell mal“ drei Kurzgeschichten, die so gut bei den Zuhörerinnen ankamen, dass weitere Geschichten folgten, die 2015 in einem Buch zusammengefasst wurden. Mittlerweile in der dritten Auflage erschienen, finden diese kurzweiligen und sehr humorvollen Episoden aus dem (fast) ganz normalen Alltag immer mehr Fans und Silkes Lesungen sind bei Insidern sehr beliebt und deshalb meist viel zu schnell ausverkauft. Zum Auftakt las sie in ihrer mitreißenden Art die Geschichte „Passt doch!“, in der es um das Thema „Anzugkauf mit Gatte“ ging – ein Gatte, der absolut nicht gerne Anzüge trägt und noch viel weniger gerne Anzüge kauft. Mit launigen Worten werden die vielen Klippen beschrieben, die bei solch delikaten Unternehmungen umschifft werden müssen, was der Protagonistin durchaus mit Bravour gelingt.Immer wieder dringt leises Kichern aus dem gut gemischten Publikum: hatten die Anwesenden wohl schon so manch ähnliche Situation erlebt. Genau das macht auch den Charme der pfiffigen Lesungen aus: scheinbar Alltägliches wird, mit einem Schritt Abstand betrachtet und in die passenden Adjektive verpackt, zu einer witzigen Erzählung. Ungewöhnlich viele Männer fanden an diesem Sonntagnachmittag ihren Weg zu der sonst eher von weiblichem Publikum besuchten Veranstaltung und so verwunderte auch die Frage nicht, die aus den hinteren Reihen kam: ob es wohl auch ähnliche Ausführungen über Frauen beim Schuhkauf gäbe. Hmmm, das wäre eine Überlegung wert!In den kleinen Pausen zwischen den Kurzgeschichten gab es Gelegenheit, sich mit Kuchen und Getränken zu versorgen oder ein Buch zu erstehen, das die Autorin gerne mit einer sehr persönlichen Widmung versah. Mittlerweile gibt es auch passende Fanartikel zum Buch wie Lesezeichen oder Schlüsselbänder mit Gänseblümchen.Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter mit der titelgebenden Gänseblümchen-Episode und den Abschluss bildete „Ein sauberes Chakra“. Die Zuhörer dankten Kasamas mit anhaltendem Applaus. Die Initiative für diese Lesung ging von Christel Kirchhöfer aus, die mit Manfred van Bürk dem Gesangverein vorsteht. Man wollte mal ausprobieren, wie es angenommen werde und vielleicht folgen ja bald weitere Veranstaltungen dieser Art? Nun, der Raum war voll besetzt und man muss sich um diesen Aspekt wohl keine Gedanken mehr machen. Wer mehr von Silke Kasamas hören möchte, sollte doch am Freitag, 20.Januar um 19:30 Uhr in die Stadtmühle in Babenhausen kommen, wo es Neues aus der Feder der Schriftstellerin zu hören gibt und im Eintrittspreis von 12 Euro pro Person ein leckeres Fingerfood-Buffet inbegriffen ist, das vom Team der Stadtmühle zubereitet wird.  kb

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