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Geschichte(n) aus der luftigen Vergangenheit Babenhausens

Wulf Heintzenberg (re.) referierte über den Werdegang des Luftsportclubs Babenhausen sowie über die Geschichte des Flugplatzes.

Das Vereinsheim des Luftsportclubs Babenhausen bot den Rahmen für einen Vortrag von Wulf Heintzenberg über die Geschichte des Vereins. Die Atmosphäre wurde von an der Decke befindlichen Propellern, Fotos von Flugzeugen, Pokale und Urkunden wie die über den „ersten Segelkunstfluglehrgang“ im Luftsportclub Babenhausen e.V. 1990 getragen. „Die Wände und Decken selbst sind ein Stück Erinnerung“, leitete Heintzenberg ein.

Im Vorspann erläuterte Heintzenberg die bisherige Besetzung von Flugplatz und Kaserne. Diese sei unter anderem von den Dragonern, französischer Infanterie, einem Schützenregiment sowie der hessischen Sicherheitspolizei belegt worden. Später folgten Sportkurse der TU Darmstadt und anderer Universitäten und Schulen. Unter Zusammenschluss einiger fluginteressierter Studenten entstand der Vorläufer des Luftsportclubs: Akaflieg. Dabei nutzten die Studenten ab 1939 den südlichen Platz der Kaserne. Da die jungen Flieger wie typische Studenten stets Geldsorgen hatten, sammelten sie Geld, unter anderem als Straßenmusikanten. Auch der ehemalige Bürgermeister Babenhausens, Fritz Klein, war unter den jungen Segelfliegern. „Wobei es sich damals noch nicht um richtige Segelflieger handelte, da noch kein Gewinde zum Hochziehen der Segelflugzeuge vorhanden war. Es handelte sich also eher um Motorflieger“, erklärte Heintzenberg. Ein weiterer Flugplatz in der Nähe bestand von 1924 bis 1934 in Darmstadt, der Böllenfalltor oder Lichtwiese genannt wurde und mit dem Linienverkehr zu erreichen war. Ab 1933 wurde die erste Flughalle in Babenhausen auf der Schaafheimer Straße errichtet und 1934 erhielt der Flugplatz sein erstes Segelflugzeug, das erstmals 1973 durch ein Seilgewinde in die Luft gezogen wurde. „Dieses Seil wird auch ‚Babenhäuser Knoten" genannt und ist Teil des Vereinslogos.“ Schließlich erhielten die Flieger auch die Berechtigung, Flugscheine auszustellen und ab 1938 wurden A- und B-Prüfungen abgelegt, die jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fast völlig eingestellt wurden. „Heute sollen auf dem ehemaligen Flugplatz Wildpferde angesiedelt werden“, berührte Heintzenberg auch den aktuellsten Entwicklungstand des Geländes.   fhp

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