Willkommen in Babenhausen - schön, sexy und pleite

Blenden wir das Alltagsgeschehen unserer kleinen politischen Grabenkämpfe einmal aus. *(Ab den 1970er Jahren startete die 3. industrielle Revolution. Hier standen die weitere Automatisierung durch Elektronik und IT im Fokus. Nach den großen Rechenmaschinen startet nun der Personal-Computer für Büro und Haushalt einen neuen Industriezweig.

Industrie 4.0 lautet der Begriff für die moderne Technologie und Produktion im Zeitalter der digitalen Revolution. Damit wird nicht nur die industrielle Entwicklung weiterer Technologien beschrieben, wie schon in den vergangenen zwei Jahrhunderten, sondern auch die geänderte Produktions- und Arbeitswelt im globalen Zeitalter.) Im Klartext weniger Arbeitsplätze durch mehr Automatisation.
Babenhausen war schon in den 70er ein Wirtschaftsstandort mit Perspektive, der Niedergang startete aber mit Ansage. Die weltberühmte Puppen, Spielzeug, und Feinmechanikerstadt hat sich langsam zerlegt wie die Kleiderindustrie unserer Nachbarorte. Der Markenkern intern. Spielzeugstadt mit Produkte von Mattel, also in jedem Kinderzimmer, verabschiedete sich genauso schnell wie Edmund Lang mit seinen legendären Schleifmaschinen.
Jetzt zerlegt sich die ehemalige VDO, Mannesmann, Siemens, heute Continental genauso wie in der Vergangenheit die Anderen. Zugegeben, einige Arbeitsplätze sind positiverweise neu entstanden, aber sie konnten die verlorengegangenen nicht vollständig ausgleichen, geschweige ein leistungsstarkes ideenreiches Bild mit unserem neuen Markenkern, die „Pferdestadt“ vermitteln. Frage: Wieviel Geld verdient Babenhausen mehr, mit dem Markenkern „Pferdestadt“, statt „Spielzeugstadt“, oder vielleicht in Zukunft „Umweltstadt“?
Brauchen wir einen Markenkern in Babenhausen wirklich? Ich persönlich bin überzeugt, denn dieser zieht viel Synergie in allen Arbeits- und Dienstleistungsbereichen auf sich. Im negativen war da die Bordellszene der 80er. Synergieeffekte ohne Ende. Wer da alles Babenhausen kannte, kam und international investierte. Das wäre allerdings das falsche Signal, obwohl es immer wieder neue Ausreißer in der jüngsten Vergangenheit gab, siehe Bahnhofsgelände. Selbst Groß-Umstadt hat einen Markenkern, „Die Weininsel vom Odenwald“. So geht „Mittelzentrum“.
Also auf geht´s, machen wir einen Plan, was ist die gewollte Richtung, was ist das Ziel, wie lange brauchen wir als Zeitfenster der Umsetzung, wer koordiniert die Vorgaben in Babenhausen und wie kommen wir an die Finanzierungsmittel? Alle ziehen am gleichen Strang, wie in vielen vorbildlichen Kommunen. Nach einem Ergebnis werden die Bürger informiert. Die Umgestaltung als Übung der Kaserne war ja nicht schlecht, nur der Zeitrahmen im Vergleich zu Aschaffenburg, leicht voll daneben. Was haben die „Ascheberger“ da besser gemacht. Hat schon jemand in Aschaffenburg nachgehakt?
Ohne diesen wichtigen gemeinsamen Plan den auch die Bevölkerung mittragen müßte  und ohne gemeinsame Aufbruchsstimmung, ist die Zukunftsperspektive für die nächsten 30 Jahre geschwächt und die Chancen der nächsten Generationen wahrscheinlich vergeigt. Hallo Parlamentarier, schaut mal auf Eure Uhr. Wie alt seit Ihr jetzt und wie alt in 30 Jahren? Ich bin dann 93. Viele von Ihnen sind dann Rentner, Pensionäre wie auch heute schon, hoffentlich nicht krank, oder vielleicht tot. Ein Rückblick auf das Erreichte, ist der stolze Moment jener, die die Geschichte von Babenhausen neu erfunden haben. Bis dahin ist aber noch reichlich Platz nach oben!
Die amtierende Hoffnung dieser jetzigen Politik ist, die Einigung auf den kleinstmöglichen gemeinsamen Nenner mit Aussicht auf 6 Jahre, nach dem Motto, wenn die Rahmenbedingungen stehen, kämen die Firmen nach Babenhausen. Nein. Die Firmen die wir für unsere Strategie gewinnen möchten, sie kommen nicht zu uns. Wir müssen uns zu ihnen hinbewegen, Firmen die auch Gewerbesteuer zahlen. Ohne strategischen Plan in der Tasche, kein Termin. Danach klar deuten was deren Vorteile an diesem wunderbaren Standort sind, d.h. Boris Becker sollte das Gespräch nicht führen.
Als Anregung ein Beispiel zur Ausarbeitung:
Wir sind die Achse zwischen den Wissenschaftsstädten TU Darmstadt und TU Aschaffenburg. Wir suchen Unternehmen, die mit „Cleantech“, also saubere Technologie, den Standort Babenhausen als gewinnbringende Chance nutzen möchten, dazu zählt im produzierenden Gewerbe: Energiewirtschaft (Photovoltaik, Wind, Speichertechnik, H2, usw.), Wasseraufbereitung (Reinigung & Filtersysteme), Umweltschutz (Recyclingsysteme Entwicklung), künstliche Intelligenz, u.v.m. Wir bieten jede Menge Ingenieure und Fachkräfte aus der Automotive und deren Umfeld (Conti). In den historischen Gebäude der Kaisergärten ist ausreichend Platz um das Unternehmen zu starten und später zu erweitern. Wir haben die Glasfaser Leitungen eines Datenzentrums vor Ort. Damit ist schnellster Datenverkehr für Unternehmen gesichert.
Wir bauen eine neue Bürgersolarkraftanlage auf dem ehemaligen Flugplatzgelände gemietet beim Hessenforst südlich der Landebahn. Die 5 Klepper haben dann etwas weniger Platz und kosten das Gleiche. Babenhausen wird sein hoffentlich gesetztes Ziel, der Klimaneutralität, schneller vielleicht kurzfristig erreichen. Für die Bürger wäre es eine gute Geldanlage, vergleichbar einer Genossenschaft mit attraktiver Verzinsung. Da hätte eben jeder Babenhäuser etwas davon.
Babenhausen macht arbeiten, wohnen, einkaufen, Kultur, medizinische und soziale Versorgung für alle möglich und bietet in Zukunft eine gute Infrastruktur mit noch besserer Anbindung im Rhein/Maingebiet. Ach ja, falls ein asiatisches Unternehmen gesucht wird mit Europazentrale Babenhausen, das gibt es hier: jens.hildebrandt[at]gz.china.ahk[dot]de
Ich wünsche allen politischen Kräften m/w/d viel Erfolg, weniger streiten, mehr Gemeinsamkeiten entdecken und gesund bleiben. Vielleicht haben andere Babenhäuser Bürger zusätzliche Konzepte. Leute, macht dem Rathaus Vorschläge, es kann nur besser werden. Geht wählen, oder macht Briefwahl. Wer nicht wählen geht, hat auch kein Anrecht zu maulen.
    Ralf Hartmann

(*)https://industrie-wegweiser.de

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