Harpertshausen: Willi Schäfer ist neuer Ortsvorsteher

Willi Schäfer ist seit einem Monat neuer Ortsvorsteher von Harpertshausen und für die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

Als Willi Schäfer vor 20 Jahren mit seiner Familie nach Harpertshausen zog, war für ihn eines gleich klar: er wollte sich in seinem neuen Wohn- und Heimatort engagieren und tatkräftig anpacken. „Ich habe mich in Harpertshausen gleich sehr wohl gefühlt, und ich wollte dazu beitragen, dass es ein Wohlfühlort bleibt“, erzählt Willi Schäfer.

Also erkundigte er sich nach den Terminen der Ortsbeiratssitzungen und wurde dort zum regelmäßigen Gast. „Die Sitzungen hatten meist nur sehr wenige Zuhörer. Aber ich fand es spannend, mit welchen Themen sich das Gremium auseinandersetzte. Bald wurde ich dann auch gefragt, ob ich mir eine Mitarbeit vorstellen könnte.“ 2006  wurde Willi Schäfer dann in den Harpertshäuser Ortsbeirat und in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Bis 2016 war er in den poltischen Gremien aktiv, in Harpertshausen war er unter Kurt Kratz stellvertretender Ortsvorsteher.
„Nach zehn Jahren habe ich eine Auszeit gebraucht, weil ich immer häufiger das Gefühl hatte, dass es nicht mehr um die Sache geht“, sagt Sozialdemokrat Schäfer. In der Stadtverordnetenversammlung und als Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses habe er unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt. Die Streitkultur in der Babenhäuser Politik sei nicht ohne Grund berüchtigt. „Die Arbeit in der Kommunalpolitik der Stadt ist sehr fordernd. Es gibt eine starke Tendenz, zurück zu blicken und danach zu suchen, wer, wann, welchen Fehler gemacht hat. Meiner Meinung nach sollte aber viel eher nach vorne geschaut und gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden“, sagt Willi Schäfer.
Ihm seien die Menschen in Babenhausen und allen Stadtteilen wichtig, nicht die eigenen Befindlichkeiten. „Wir müssen eine positive Energie entwickeln und verbreiten.“ Vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus den politischen Ämtern ist er nun wieder zurück auf dem Parkett. Der Grund: Dr. Martina Seuss ist nun in der Babenhäuser Stadtverwaltung tätig und hat deshalb ihr Amt als Ortsvorsteherin von Harpertshausen und ihr Mandat im Stadtparlament niedergelegt.
Willi Schäfer hat nun ihren Platz in beiden Gremien eingenommen. Da Jörg Kurschildgen anstelle von Dr. Martina Seuss in den Bauausschuss wechselt, wird Schäfer für ihn in den Haupt- und Finanzausschuss nachrücken.  In den schwierigen Corona-Zeiten will er als Ortsvorsteher dennoch versuchen, die Menschen zusammenzubringen, mit der Feuerwehr den Grenzgang im Januar und vielleicht doch einen Ersatz für die Seniorenweihnacht zu organisieren. Zu beiden Aktionen gebe es derzeit noch Gespräche.
Auch privat ist der 57-jährige, zweifache Familienvater in verschiedenen Ehrenämtern tätig. Viele Jahre engagierte er sich im Harpertshäuser Schwimmverein und ist nach wie vor im Kirchenvorstand aktiv. Das
Motorradfahren ist seine große Leidenschaft – ob allein, mit seiner Frau oder mit Freunden. Mit der Enduro ist Willi Schäfer gern abseits der üblichen Wege unterwegs. „Beim Enduro-Wandern in den Alpen kann ich wirklich abschalten“, sagt er.     mel

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