KulturRegion FrankfurtRheinMain – Räume der Demokratie: Der Ortsbeirat von Sickenhofen im Frankfurter Römer

„Räume der Demokratie. Vom Ratssaal bis zur Mehrzweckhalle“ ist ein Projekt der „KulturRegion RheinMain“ und stellt zwanzig Orte / Räume vor, in welchen lokale Politik stattfindet. Beispielhaft wird bei dem Projekt veranschaulicht, wo sich Menschen treffen, beraten und diskutieren um demokratische Entscheidungen vorzubereiten oder zu beschließen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage welche Bedeutung diese Räume für die politische Teilhabe darstellen. Die Ausstellung wird durch ein kostenfreies Begleitmagazin ergänzt, welches Hintergrundinformationen zur Geschichte der Demokratie, zu den ausgewählten Räumlichkeiten und den tagenden Gremien bietet. 

Die beleuchteten Stelen der zwanzig „Räume der Demokratie“ wurden erst in den teilnehmenden Orten gezeigt (wir berichteten) und wurden am Montag (26.) bei der Vernissage in den Römerhallen Frankfurt gemeinsam präsentiert. Neben dem Schulungssaal der Freiwilligen Feuerwehr Sickenhofen wurde beispielsweise auch der Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus von Offenbach, der Sitzungssaal auf Burg Klopp in Bingen, der Plenarsaal im Frankfurter Römer und der Saal einer Jugendkultureinrichtung in Friedberg vorgestellt. Der Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Sickenhofen als „Raum der Demokratie“ bereichert die Ausstellung im Römer.

Das Feuerwehrhaus wurde von 1980 bis 1985 von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Sickenhofen in Eigenleistung errichtet (das Material stellte die Stadt Babenhausen zur Verfügung). Der Schulungsraum wird neben verschiedenen Vereinsaktivitäten auch für die Ortsbeiratssitzungen genutzt. Der Ortsbeirat gewann durch die kommunale Gebietsreform an Bedeutung. Er hat ein Anhörungs- und Vorschlagsrecht bei allen wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsbezirk betreffen. Auch wenn er in Hessen nicht generell verpflichtend ist, stellen die Ortsbeiräte eine wichtige Grundlage der lokalen demokratischen Prozesse dar. Neben dem Ortsbeirat werden in der Ausstellung beispielsweise auch Gemeindevertretungen, Stadtverordnetenversammlungen, Kreistage, Ausschüsse, Ausländerbeiräte, Frauenbeiräte und Kinderparlamente vorgestellt. Das Projekt „Räume der Demokratie. Vom Ratssaal bis zur Mehrzweckhalle“ wurde vom Babenhäuser Büro für Erinnerungskultur gestaltet. Dr. Holger Köhn und Christian Hahn informierten bei der Vernissage mit Fotografin Sonja Schwarz über die Hintergründe der Ausstellung und die Bedeutung der Räume. Sie gingen auf verschiedene Besonderheiten ein und stellten bemerkenswerte Perspektiven vor. Im Anschluss konnten die Gäste der Vernissage an einer Führung durch die Ausstellung teilnehmen. Die Gesamtausstellung in den Römerhallen ist bis 6. November 2026, täglich von 11 bis 18 Uhr, geöffnet. Öffentliche Führungen finden am 31. Oktober um 15 Uhr und am 1. November um 11 Uhr statt (Anmeldungen unter: gdf@ krfrkm.de. Vom 12. bis zum 23. Dezember 2026 wird die Ausstellung im Landratsamt Groß-Gerau zu sehen sein.      hz

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