„Wir haben eine kleine Warteliste. Das Interesse freut uns natürlich. Aber wer einen Schre- bergarten bewirtschaften möchte, muss auch einige Voraussetzungen erfüllen“, sagt Ute Labadied-Zouari. Die Gartenparzellen in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Wasserschloss und zum Hexenturm seien nicht dazu da, sich zu ausgiebigen Partys zu treffen. Das Bundeskleingartengesetz regle unter anderem, wie die Gärten genutzt werden müssen. „Zwei Drittel des Gartens sollen für den Obst- und Gemüseanbau verwendet werden. Ein Drittel ist für die Freizeitnutzung vorgesehen“, erklärt Vereinsvorsitzender Matthias Schittek. Die Hütten, die auf nahezu jeder Parzelle stehen, dürfen die Größe von 24 Quadratmeter nicht überschreiten, die Böden auf dem Gelände müssen wasserdurchlässig sein. Beim Obst- und Gemüseanbau wird nur ökologisch unbedenklicher Pflanzenschutz und Düngung angewendet. Die Regelungen ergeben sich aus der Historie der Schrebergärten, die vor allem in Großstädten sehr beliebt waren und noch heute sind. Wo Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist naturgemäß wenig Platz und gibt es kaum Möglichkeiten, eigenes Gemüse anzubauen und sich in einem grünen, ruhigen Umfeld erholen zu können. Kleingärten am Stadtrand boten diese Möglichkeit, die Selbstversorgung mit gesunden Produkten, die Freizeitgestaltung und die Gemeinschaft der Bewirtschafter zu fördern. Gemeinschaft ist auch in Babenhausen ein zentraler Aspekt. Menschen mit gleichem Interesse sollen hier zusammenkommen können, einander helfen und auch kleine und größere Feste und Aktionen gemeinsam organisieren. Osteraktionen vor allem für Kinder und Herbstfeste gehören dazu. Das Kürbisfest am vergangenen Wochenende war nun eine Premiere. Im Vereinsheim, an dem kürzlich die Renovierungsarbeiten begonnen haben, gab es Bratwurst, Kuchen und Getränke und wer mochte, konnte sich auf dem gepflegten Gelände umsehen. Das besteht nicht nur aus Gartenparzellen. Auch ein Spielplatz gehört dazu. Der Verein hat neben dem Vereinsheim einen Spielplatz errichtet mit Klettermöglichkeit, Sandkasten und Rutsche. „Wir möchten unseren Verein und die Bewirtschaftung eines Kleingartens für Familien mit Kindern attraktiver machen“, erklärt Ute Labaied-Zouari. mel

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