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Vernissage im Babenhäuser Rathaus:

Babenhäuser „Wahlbürger“ zeigt seine Liebe zur Heimat

Stadtrat Manfred Nodes, Horst Käse und Angela Behrs (v. links) eröffneten die Ausstellung im Rathaus.

„Es war noch nie so voll wie heute“, erkennt Klavierbauer Jürgen Willer richtig, denn außer dem Künstlerkreis und der Stadtvertretung sind zahlreiche weitere Gäste zu der Vernissage von Horst Käse im Rathaus vergangenen Sonntag (2.) erschienen.

Ganz der Künstler präsentierte sich Horst Käse in einem Schlips mit Pinsel- und Malplatten-Motiven: „Ich dachte mir, das passt“, lächelte der sympathische Babenhäuser.

„Horst Käse ist Wahlbürger in Babenhausen seit 2011“, gab Stadtrat Manfred Nodes bei seiner einführenden Rede in Vertretung für Bürgermeisterin Coutandin an. Die ausgestellten Werke drehten sich rund um Babenhausen mit Motiven wie dem Hexenturm, den Ausblicken auf die umliegenden Ortsteile oder aber Tierdarstellungen. „Schon bei meinen ersten Spaziergängen sind mir die zahlreichen Motive in Babenhausen ins Auge gefallen und ich habe direkt mit dem Malen angefangen“, erinnerte sich der Maler. Seine Bilder zeugen von einem ausgeprägten Naturalismus und der Liebe zum Detail. Dies beweist Käse auch mit seinen selbstgebundenen und -gedruckten Büchern, die mit Bilder sowie dazugehörige Gedichten geschmückt sind. Aber auch die Zusammenarbeit mit Kinderbuchautorin Angela Behrs. Diese habe der Künstler durch eine Ausstellung in einem Altersheim in Oberursel kennengelernt, die die Bücherautorin organisiert hatte. Daraufhin erhielt Käse schon bald eine E-Mail mit der Geschichte „Henriette, die kleine Feldmaus“ und der Nachfrage, ob Käse dazu nicht einige Illustrationen fertigen könnte. Voller Eifer stürzte sich der Künstler in das Projekt und 2011 wurde das Kinderbuch über das abenteuerliche Leben einer kleinen Feldmaus veröffentlicht. Bald darauf folgte die Geschichte von „Epus, das Seepferdchen“ und aktuell ist bereits das dritte Kinderbuch in Zusammenarbeit von Fiona-Luisa Labbé, dem Künstlernamens Behrs, und Horst Käse in Arbeit.

Die Ausstellung Käses im Rathaus zeige laut Nodes Werke „voller Buntheit und Freude“, die die Stadt und ihre Ortsteile während der verschiedenen Jahreszeiten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln präsentiere. Zudem sei in den schlichten Darstellungen ein Heimatgefühl enthalten.

Der Künstler Horst Käse wurde 1940 in Frankfurt geboren und schon mit 12 Jahren bestückte er eine erste Ausstellung, damals ein Malwettbewerb der Schule rund um Tierzeichnungen. „Ausgewählte Zeichnungen waren dann im Frankfurter Zoo zu besichtigen und von ihnen war ein Ochsenkopf dabei“, richtete Nodes sein Wort mit einem Schmunzeln an Käse. Neben einer Ausbildung zum Postbeamten beschäftigte sich Käse weiterhin mit der Kunst, die er in einer Ausbildung durch den Kunstmaler Sebastian Muche in Bad Homburg verbesserte und in verschiedenen Wettbewerben die Lorbeeren dafür erntete. Seit 2006 fügt der Maler seinen Werken auch Gedichte hinzu, die den Leser allzu oft zum Schmunzeln bringen durch die treffenden Formulierungen. „Im Laufe seines Lebens hat Horst Käse über 1000 Bilder gemalt, darunter neben Aquarellen, Bleistift-, Kreide- und Kohlezeichnungen ganze 300 Ölgemälde“, wusste Nodes zu berichten. Nebenbei ist Käse auch im Kunststammtisch der Babenhäuser Künstlergemeinde aktiv und auch bei den jährlichen Kunst- und Kulturtagen Babenhausens ist Käses Werk zu bestaunen mit dem Schwerpunkt auf Landschaftsgemälden, Tierdarstellungen, Portraits und Stilleben.   fhp

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