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Zwei Jahrzehnte ohne Berührungsängste im Amt

Reinhold Hehmann ist einer der dienstältesten Bürgermeister im Landkreis

20 Jahre ist Reinhold Hehmann schon Bürgermeister. Als Mitglied der Wandergruppe „Hupfdohlen“, steht das Maskottchen und die Bilder seiner Familie immer auf seinem Schreibtisch.

Seine Frau, seine Kinder und Enkelin lächeln ihm an dem Ort von den Fotos entgegen, wo er die meiste Zeit verbringt, manchmal bis zu 60 Stunden pro Woche. Am Schreibtisch im Bürgermeisterzimmer sitzt Reinhold Hehmann. Vor ihm türmen sich unzählige Büroklammern in einem viel zu kleinen Kästchen. „Die haben sich in den 20 Jahren halt so angesammelt“, scherzt der Bürgermeister lachend. Er nimmt sich selbst nicht so ernst und ist immer für einen Scherz gut. Vielleicht ist es auch seiner Frohnatur geschuldet, dass er schon zum vierten Mal in seinem Amt bestätigt wurde, das er vor 20 Jahren antrat.

Gleich hinter Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann (32 Jahre) ist Hehmann einer der dienstältesten Bürgermeister im Landkreis. Die Arbeit im Rathaus war ihm zum Zeitpunkt seiner Vereidigung nicht fremd. Als gelernter Verwaltungsfachwirt tat er schon 21 Jahre Dienst im Schaafheimer Rathaus, war der Kämmerer der Gemeinde. „Der Durchblick bei den Finanzen hat mir als Bürgermeister immer sehr geholfen“, betont der 62-Jährige. Auch die Kollegen im Rathaus haben es ihm nach seinem Amtsantritt „leicht gemacht“, denn „man kannte und vertraute sich ja“.
Weil er keine Berührungsängste hat und „mit jedem schwätzen“ kann, redet er auch gerne über seine Errungenschaften. Der Radweg nach Babenhausen, die Ortskernumfahrung, Krippenplätze, das auf Vordermann gebrachte Schwimmbad und der Ausbau der Seniorenbetreuung in Zusammenarbeit mit dem Christlichen Sozialwerk – darauf ist er besonders stolz. „Dass das Baugebiet Kappespfad nach 20 Jahren doch noch was geworden ist, freut mich“, schiebt er hinterher. Kraft seines Amtes ist er Schiedsmann, ist Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamter. Im Kreis engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender des Standortmarketing und des Leader-Ausschusses.
Eigentlich wollte er damals gar nicht kandidieren, gibt Hehmann zu. Familienrat sei gehalten worden und seine Frau habe ihn bestärkt, es zu versuchen. „Ich bin eigentlich ein gemütlicher Mensch und bin gerne zu Hause.“ Was er in vier Jahren macht, wenn er in Pension gehe? „Ich möchte noch ehrenamtlich tätig sein. Die Vereine können viel Hilfe gebrauchen“, sagt der Vereinsmensch Reinhold Hehmann. Mit der Politik sei dann aber endgültig Schluss. „Das habe ich dann lange genug gemacht.“   nda

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