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Aus dem Bauausschuss:

Anpachtung städtischer Grundstücke für Sand- und Kiesabbau

In der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag (10.) stellte Peter Weiss, Geschäftsführer des Sand- und Kies-Werk Kaspar Weiss, die Ausbaupläne des in Goldbach ansässigen Unternehmens vor.

In der Gemarkung „In den Fuchslöchern“ (an der B26 Richtung Stockstadt) baut die Firma Weiss Sand und Kies ab, ein großer und ein kleiner See, getrennt durch die sogenannte Nato-Pipeline, zeugen davon. Nun soll auf einer bereits für den Abbau genehmigten Fläche die Gewinnung von Sand und Kies erfolgen. Eine Betriebserweiterung ist dadurch unumgänglich, unter anderem für die Verlagerung von Aufbereitungsflächen (etwa 7 Hektar). Auch für die Erweiterung des Kiesabbaus nach Süden ist ein neuer Pachtvertrag erforderlich (etwa 10 Hektar). Wenn die Pläne der Firma Weiss realisiert werden bedeutet dies die Rodung von 17 Hektar zum Teil besonders schützenswerter Wald.
Der Antrag auf Anpachtung städtischer Grundstücke warf im Bauausschuss verschiedene Fragen auf. Florian Sawallich (CDU) und Anja Geißler (FDP) erfragten Hintergründe der erforderlichen Ersatzaufforstung (im Verhältnis 1:1 oder 1:2). In der Aussprache wurde darauf hingewiesen, dass die letzte Wiederaufforstung, mangels Flächen in Babenhausen, im Bereich von Groß-Gerau erfolgte. Wolfgang Heil erkundigte sich nach den zeitlichen Planungen und fragte „Ist das der Start für Größeres?“. Peter Weis erläuterte die mittel- und langfristigen Planungen des Unternehmens die über einen Zeithorizont von 16 bis 18 Jahren bestehen.
In der Sachdarstellung des Beschlussvorschlages wurde eine Fördermenge von ca. 2.520.600m3 angegeben, jährlich sollen etwa 500.000 Tonnen gewonnen werden. Wie wichtig, insbesondere für die Baubranche, der Abbau von Sand und Kies ist wurde im Ausschuss ebenfalls erläutert. Nach dem Abbau sollen auf dem Gebiet Seeflächen entstehen. Ein Abbau von Sand und Kies „vor Ort“ wäre auch gut für die CO2-Bilanz erläuterte Peter Weiss, denn ansonsten müssten enorme Mengen der verschiedenen Rohstoffe von weit her transportiert werden.
Die Anpachtung der Flächen stellt den Startschuss für die Betriebserweiterung dar. Nach Einverständnis der Stadt soll anschließend das Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt werden, auch die Gespräche mit Hessen-Forst werden dann geführt, erläuterte Weiss.
Der Bauausschuss stimmte über die Drucksache nicht ab, da die neue Stimmenverteilung noch nicht geregelt ist (siehe Infokasten). Der Ortsbeirat Harreshausen votierte für den Abschluss des Pachtvertrages. Ortsvorsteherin Heidrun Koch-Vollbracht (CDU) nannte die Firma Weiss in der Ausschusssitzung einen „sehr zuverlässigen Partner“ und nannte die Erweiterung der Abbaufläche als „Arrondierung“.
In der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag (26.) wird der Antrag dem Stadtparlament zum Beschluss vorgelegt.         hz

 

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