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Theatergruppe SV Kickers Hergershausen:

Im Wellnesshotel „Faltenburg” läuft einiges schief

Jean-Pierre, Starfriseur aus Frankreich, liebt eigentlich die Herausforderung. Warum sonst sollte er immer wieder erfolglos versuchen, seinen Schwarm, den feschen Masseur Georg mit den kräftigen Händen, für sich zu gewinnen? Es gibt also kaum eine Aufgabe, der sich der exzentrische Coiffeur nicht gewachsen fühlt. Doch als Kundin Klara den Hut vom Kopf nimmt und ihre völlig missglückte Frisur zeigt, entfährt selbst ihm ein entsetztes: „Grand Malheur!“

Den Ausruf „Grand Malheur“ werden die Besucher des gleichnamigen Theaterstücks im ausverkauften Hergershäuser Bürgerhaus in den folgenden zweieinhalb Stunden noch oft hören. Denn im Kur- und Wellnesshotel „Faltenburg“ läuft so einiges schief, was Jean-Pierre, gespielt von Alexander Buia, stets auf die gleiche Weise kommentiert.
Da sind die beiden Freundinnen Klara (Christa Weihnert) und Eva (Ingrid Klein), die sich im Kurhotel nach einer guten Partie umsehen möchten. Ebenso wie die resolute Putzfrau Ellie (Sigrun Saul), die über ihre Suche nicht bemerkt, dass sie in Richard Schneidermann (Wilfried Klein) längst einen Verehrer hat. Inge Herget als kapriziöse Frau Ballon konkurriert mit Friseur Jean-Pierre und Empfangsdame Jenny (Simone Ullrich) um die Gunst von Masseur Georg (Walter Morian).
Derweil hat Sabine, gespielt von Evelyn Pfeiffer, ganz andere Probleme. Die Controllerin muss den finanziellen Unregelmäßigkeiten auf den Grund gehen, die der skrupellose Hoteldirektor Dr. Kowalski (Markus Nelhübel) zu verantworten hat. Gleichzeitig muss sie ihren schlitzohrigen Vater Martin alias Günter Stübinger im Auge behalten, der seine nächtlichen Eskapaden damit rechtfertigt, dass er gegen seinen Willen im Hotel Faltenburg festgehalten werde.
Bei der Premiere des vergnüglichen Schauspiels aus der Feder von Bernd Gombold reichten die Sitzplätze im Bürgerhaus Hergershausen am Samstagabend nicht aus. Einige Besucher nahmen sogar mit Stehplätzen im entferntesten Winkel des Saals vorlieb, um die Theatergruppe des SV Kickers Hergershausen erleben zu können. Ein Erlebnis sind die Auftritte der Laiendarsteller allemal – und das seit 1988. Damals trat das Ensemble anlässlich des 75-jährigen Bestehens des SV Kickers erstmals auf. „Blaues Blut und Erbsensuppe“ hieß der Schwank, der beim Publikum so gut ankam und den Akteuren so viel Freude machte, dass schnell klar war: die Theaterabende werden fortgesetzt.
Bis zum zweiten Auftritt dauerte es fünf Jahre. Inzwischen stehen die Schauspieler – manche von ihnen seit der Premiere vor 28 Jahren – im Zwei-Jahres-Turnus auf der Bühne und füllen an vier Novemberabenden das Bürgerhaus mit beinahe ebenso vielen Gästen wie Hergershausen Einwohner hat.      mel

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