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Ernst-Johann Schnatze erhält den Ehrenbrief des Landes Hessen

Ernst-Johann Schnatze mit Ehefrau Gisela.

Am Dienstag (19.) verlieh Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, im Rahmen einer Feierstunde, den Landesehrenbrief an Ernst-Johann Schnatze. Im Saal des Bürgerzentrums Stadtmühle waren die Plätze alle belegt und die zahlreichen Gäste wollten es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein, wenn Ernst-Johann Schnatze die höchste Auszeichnung des Landes Hessen verliehen bekommt.

Als Würdigung für die langjährige ehrenamtliche Leistung wurde dem 81jährigen Harreshäuser, vom Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier, diese Auszeichnung ausgesprochen. Die Vergaberichtlinien für den Landesehrenbrief sehen eine mindestens 12jährige aktive, ehrenamtliche Tätigkeit vor. Wer die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Ernst-Johann Schnatze kennt weiss, dass er die Kriterien mehr als übererfüllt. Von 1981 bis 1993 war Schnatze der Ortsvorsteher von Harreshausen. Von 1982 bis 1989 und von 1991 bis 1993 gehörte er der Babenhäuser Stadtverordnetenversammlung an. Von 1993 bis 2011 war er ehrenamtlicher Stadtrat im Babenhäuser Magistrat. Von 2000 bis 2009 war er stellvertretender Leiter der Betriebskommission und hat die Eigenbetriebe der Kläranlage auf den Weg gebracht. Auch bei der Sozialstation, als eine Änderung der Rechtsform vorgenommen wurde, konnte man auf seine umfangreichen Kenntnisse zurückgreifen und sich auf eine korrekte Abwicklung verlassen. Während seines politischen Engagements war Schnatze insgesamt 15 Jahre im Vorstand des CDU Stadtverbands tätig. Darüber hinaus war Schnatze lange Jahre beim TSV Harreshausen aktiv und auch der Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen schätzt sein umfassendes Wissen und die stets korrekte Kassenführung, die er als Vereinsrechner (seit 2011) vornimmt. Nach dem ausscheiden aus dem Berufsleben, Ernst-Johann Schnatze war von 1981 bis 1997 Leiter der Dieburger Goethe-Schule, suchte er sich ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld und fand dies in der Schuldnerberatung. Er drückte selbst wieder die Schulbank und studierte drei Semester an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt. Mit seinen dort erworbenen Kenntnissen wurde er 1999 Schuldnerberater in Schaafheim und auch in Babenhausen übt er seit 2011 diese äußert hilfreiche aber auch oft sehr schwierige Tätigkeit aus. Wer alle ehrenamtliche Tätigkeiten von Ernst-Johann Schnatze zusammenrechnet wird feststellen, dass sein ehrenamtliches Engagement mehr Jahre zählt als er selbst ist(!). Nachdem Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück die Laudatio vornahm, sprachen weitere Gastredner und würdigten das Wirken von Ernst-Johann Schnatze. Manfred Pentz, Generalsekretär der CDU Hessen, überbrachte dabei die Grüße von Volker Bouffier und sagte in dessen Namen: „Danke, für die geleistete Arbeit.“. Pentz berichtete, dass er Ernst-Johann Schnatze als engagierten Lokalpolitiker kennenlernte, der die Probleme nicht nur beschreibt, sondern auch Lösungen anbietet. Abschliessend bemerkte er „Ich würde mir wünschen, wir hätten mehr Menschen mit diesem Engagement.“. Ernst-Johann Schnatze hielt ein Rede, die Heidrun Koch-Vollbracht später als besonders und wunderschön bezeichnete. Er bedankte sich für die Auszeichnung und die anerkennenden und wohltuenden Worte. Er blickte zurück auf seine Kindheit und Jugendzeit, als er nicht länger als fünf Jahre an einem Ort wohnte. Erst in Harreshausen habe er dann das Gefühl gehabt ein richtiges zu Hause gefunden zu haben. Er trat in den TSV Harreshausen ein. Er sei kein Fussballer gewesen und daher nur bedingt tauglich, aber als Gymnasiallehrer, so führte er schmunzelnd aus, war ich des Lesens und schreibens mächtig und wurde so Schriftführer beim TSV. „Diese Tätigkeit hat mir dann den Weg in die Dorfgemeinschaft geebnet.“ resümierte er sein erstes ehrenamtliches Engagement. Schnatze schilderte seinen Werdegang in die Politik und die zahlreichen Aufgaben die er in dieser Zeit begleitete hat und sprach hierbei immer seine Weggefährten an, mit denen er stets gut zusammengearbeitet habe. Schnatze informierte, dass er in Schaafheim über 200 Personen in der Schuldnerberatung, meist mit gutem Erfolg, begleitet habe und er hoffe, dass er diese gute Arbeit auch weiterhin ausführen kann. Sein Amt als Rechner beim Heimat- und Geschichtsverein bezeichnete Schnatze als sehr wohltuend und bereichernd, er habe sehr viel schönes und neues erlebt. Abschliessend bedankte er sich bei seiner Gattin Gisela, ohne ihre Unterstützung und Begleitung würde er hier nicht stehen und ihr „gebührt die gleiche Anerkennung die ich heute erhalten habe.“ Bürgermeister Knoke hob die Integrität von Ernst-Johann Schnatze hervor und bemerkte: „Sie sind ein gewichtiger Teil von dem was war und dem was ist.“. Für den Magistrat der Stadt Babenhausen würdigte Hans Wald die langjährige tolle Zusammenarbeit mit Ernst-Johann Schnatze, die immer sachlich und fair verlief. Georg Wittenberger vom Heimat- und Geschichtsverein und Hans-Jürgen Burkhardt vom TSV Harreshausen bedankten sich für das langjährige aktive Engagement bei der Vereinsarbeit. Abschliessend sprach Heidrun Koch-Vollbracht im Namen des CDU Stadtverbandes den Dank aus. Dank für immer neue Impulse, für stetes Engagement und die sachliche, immer konstruktive Zusammenarbeit in der Fraktion.
Nach der Feierstunde nahm Ernst-Johann Schnatze die Glückwünsche der Gäste entgegen und bei einem Fingerfood-Buffet und einer ansprechenden Getränkeauswahl gab es Gelegenheit zu einem regen Austausch.  hz

 

 

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