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Aus einzelnen Brettern wurde eine Da-Vinci-Brücke.

Start der Gemeindeübergreifenden Trägerschaft der Kindertagesstätten im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald wird mit einem Gottesdienst gefeiert

Jede Kita brachte ein bemaltes Brett mit, um die Brücke zu bauen.

Jedes Brett sieht anders aus: mal sind Hände darauf zu sehen, mal sind es Füße, abstrakte Muster oder freundlich guckende Tiere. So unterschiedlich die Bretter auch aussehen mögen, sie alle sind quietschbunt. Und symbolreich. „Die Bretter sind ein Zeichen dafür, wie verschieden Sie und Ihre Einrichtungen sind“, sagte Pfarrer Ulrich Möbus (Altheim-Harpertshausen). Und dann ging es ans Arbeiten: Aus allen Brettern entstand vor dem Altar in der evangelischen Stadtkirche Groß-Umstadt eine Da-Vinci-Brücke. „Gemeinsam können wir mehr erreichen“, sagte Ulrich Möbus.

Seit 1. Januar 2020 wird die Mehrzahl der evangelischen Kindertagesstätten im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald als eine Gemeindeübergreifende Trägerschaft, kurz: GüT, betrieben. 13 Kindertagesstätten in elf Kirchengemeinden aus sieben Kommunen gehören der GüT an. In anderen Dekanaten, etwa im Odenwald oder in Darmstadt-Stadt gibt es die Gemeindeübergreifende Trägerschaft schön länger. Durch die GüT sollen die Kirchenvorstände und Kindertagesstätten von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Die inhaltlich-konzeptionelle Verantwortung und die Bauunterhaltung für eigene Gebäude bleiben bei den Kirchengemeinden. Neue Geschäftsführerin ist Angelika Fietz, Dr. Andrea Görldt hat die Sachbearbeitung übernommen. Der Start der GüT wurde kürzlich mit einem Gottesdienst unter dem Motto „Brücke und Stern“ gefeiert und Geschäftsführung wie auch Trägervorstand ins Amt eingeführt.
Die Brücke symbolisiere die Verbindung und die Verbundenheit zwischen den Kitas, sagte Dekan Joachim Meyer, der Stern sei das „orientierungsgebende Zeichen“ und markiere den Start der GüT. „Für uns ist es heute Abend eine Sternstunde, dass wir hier sind“, sagte Meyer freudig. „Geh mit Gottes Segen, Gottes Engel wird dich leiten, wird dich schützen und begleiten…“ brachten die Kinder der Kindertagesstätten in Wiebelsbach und Heubach ein Ständchen. Groß-Umstadts Pfarrer Christian Lechelt las aus dem Markus-Evangelium die Segnung der Kinder (Mk 10, 13-16).
Kinder und Eltern waren gekommen, Erzieherinnen und Kita-Leitungen, Bürgermeister und Stellvertreter, Kirchenvorstände, die Verantwortlichen aus dem Dekanat, der Regionalverwaltung und dem Fachbereich Kindertagesstätten der Landeskirche, um die die Hauptakteure – Geschäftsführung und Trägervorstand – in ihr neues Amt einzuführen und zu segnen.
Kinder und Eltern waren gekommen, Erzieherinnen und Kita-Leitungen, Bürgermeister und Stellvertreter, Kirchenvorstände und natürlich die Hauptakteure – Geschäftsführung, Trägervorstand, die Verantwortlichen aus dem Dekanat, der Regionalverwaltung und dem Fachbereich Kindertagesstätten der Landeskirche.

Hoffnungen und Erwartungen
Welche Hoffnungen und Erwartungen haben die Beteiligten? Das wollte Dr. Michael Vollmer, Präses des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald, wissen und lud Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert, die Reichelsheimer Kirchenvorstandsvorsitzende Dr. Waltraud Frassine, GüT-Geschäftsführerin Angelika Fietz und Claudia Moosdorf, Leiterin der Kita Odenwaldstraße in Dieburg, zum Gespräch. „Ich erhoffe mir von der GüT klare Kommunikationsstrukturen, Synergieeffekte und eine stärkere Professionalisierung“, sagte Ruppert und verwies darauf, dass er bei sechs kirchlichen Einrichtungen allein in Groß-Umstadt bisher viele Ansprechpartner gehabt habe. „Was gut ist, möge so bleiben, was besser geht, darf sich verändern“, sagte Claudia Moosdorf mit Blick auf Fachkräftemangel und geplanten Vertretungspool. Seit sie im Kirchenvorstand sei, werde in jeder Sitzung über die Kindertagesstätte gesprochen, sagte Waltraud Frassine. „Ich habe die Hoffnung, dass wir nun wirklich Zeit haben, inhaltlich zu arbeiten und dass die Brücke zu Kindertagesstätte und Eltern gestärkt wird.“ Sie möchte das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen, sagte Angelika Fietz. Sie arbeite deshalb so gerne in der Kirche, weil sie dort immer jemanden hinter sich wisse.
Bevor im Anschluss bei einem Imbiss noch weiter gefeiert wurde, erhielten alle Beteiligten eine Kerze mit einer Brücke und einem Stern, eine entsprechende Glastafel und Gottes Segen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Bernhard Kethorn, Michael Schradin und Holger Dietz.

 

HINTERGRUND
Im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald gibt es in 18 Kirchengemeinden 20 Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft. Der GüT gehören seit 1. Januar 2020 an: Babenhausen, Altheim, Fränkisch-Crumbach, Reichelsheim, Heubach, Wiebelsbach, Klein-Umstadt, Groß-Bieberau, Münster, Dieburg und Groß-Umstadt (jeweils zwei Kitas). Dem Trägervorstand gehören an: Dr. Waltraud Frassine (Reichelsheim), Sabine Langer (Groß-Umstadt), Pfarrer Ulrich Möbus (Altheim-Harpertshausen) und der stellvertretende Präses Volker Ehrmann. Die Leitung hat Pfarrerin und stellvertretende Dekanin Evelyn Bachler. Als Stellvertreter wurden Stefan Volk (Heubach), Kerstin Weber (Klein-Umstadt) und Pfarrer Thomas Worch (Fränkisch-Crumbach) benannt.

 

Geschäftsadresse:
Angelika Fietz, Geschäftsführung,
Dr. Andrea Görldt, Sachbearbeitung
Am Darmstädter Schloß 2
64823 Groß-Umstadt
Telefon: 06078/78259-04, Fax: -24
E-Mail: kitas.dek.vo[at]ekhn[dot]de

(Text/Fotos: S.Rummel)

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