Kurt Lambert wurde im Jahr 1996 zwar ebenfalls in seinem Amt bestätigt, allerdings lag seine erste Amtszeit (1990-1996) in der Phase, als die Bürgermeister noch durch die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden. Die Direktwahl des Bürgermeisters wurde erst im Jahr 1993 eingeführt. Auch das erzielte Wahlergebnis von Dominik Stadler darf als historisch bezeichnet werden. Seit den Direktwahlen wurde in Babenhausen noch nie ein Bürgermeister mit einem solch deutlichen Ergebnis gewählt. Lediglich Kurt Lambert konnte bei seiner Wiederwahl im Jahr 1996 die sechzig-Prozent-Marke knacken (60,4%) und sich damit deutlich gegen drei Mitbewerber durchsetzen. Reinhard Rupprecht (CDU) kam im Jahr 2002 auf ein Stichwahl-Ergebnis von 56,2% und Gabi Coutandin (SPD) erreichte 2008 in der Stichwahl 50,9%. Achim Knoke (SPD) erhielt im ersten Wahlgang 2014 ein Wählervotum von 53,9% und Dominik Stadler (unabhängig) konnte 2020 ein Ergebnis von 54,9% erzielen. Von den dreizehn Wahlbezirken konnte Dominik Stadler am Sonntag zwölf Bezirke für sich entscheiden, lediglich im Wahlbezirk „Kita Kunterbunt“ gab es eine Patt-Situation. Dieser Wahlbezirk wies zufälligerweise auch die schlechteste Wahlbeteiligung auf. Am Sonntag gingen dort lediglich 15,56% Wählerinnen und Wähler zur Wahlurne (die Briefwahl bleibt unberücksichtigt). Die Bürgermeisterwahl 2026 in Babenhausen steht erneut im Schatten einer sehr schlechten Wahlbeteiligung – nur 47,88% der Wahlberechtigten nahmen ihr Wahlrecht in Anspruch. Dies ist leider kein „Ausrutscher“, die Wahlbeteiligung lag bei vergangenen Bürgermeisterwahlen bereits unter fünfzig Prozent.
Die Wahlergebnisse der einzelnen Wahlbezirke finden Sie in dieser Ausgabe auf Seite zwölf. Dort wird auch das amtliche Ergebnis, welches vom Wahlausschuss am Dienstag (22.) festgestellt wurde, veröffentlicht. hz

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