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Verbunden bleiben – die etwas andere Nachbarschaftshilfe

In diesen ungewissen Tagen beschäftigen sich viele von uns mit großen Fragen wie „Was wird sein, wenn ich mich an Covid-19 anstecke?“, „Werden wir weiterhin genug zu essen haben?“, „Was wird aus meinem Job?“ Fragen, die auch eine ganze Reihe starker Empfindungen auslösen: Druck, Stress, Angst, Ärger, Wut, Verzweiflung. – Und gerade die Dinge, die uns im Alltag Kraft geben würden, wie das Fußballspiel am Bölle, das Ausgehen mit Freundinnen und Freunden, das Singen im Chor, das Auspowern im Fitnessstudio, können wir im Moment leider nicht machen.

Natürlich ist Joggen und Spazierengehen auch in diesen Tagen eine gute Möglichkeit, schwierige Gefühle abzubauen. Ganz wesentlich ist aber in der aktuellen Situation, auch menschlich miteinander verbunden zu bleiben und sich beizustehen. „Lassen Sie uns in diesen Tagen ganz besonders aufeinander achten, uns an unseren Ängsten und Nöten Anteil nehmen und uns gegenseitig Mut machen – ob per WhatsApp, Telefon oder mit Abstand am Gartenzaun. Das tut uns allen gut.“, appelliert Mareen Hechler, die neue Leiterin des Büros für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg.
Aber was ist, wenn in der aktuellen Krise das emotionale Fass überläuft? „Wenn Sie in ihrer Nachbarschaft mitbekommen, dass Menschen sich streiten und Sie den Eindruck haben, dass es nicht beim Streit mit Worten bleibt. Dann ist es ganz wichtig, nicht wegzusehen. Von Gewalt betroffene Kinder, Frauen und Männer brauchen unsere Hilfe. In dem Moment, in dem Sie sich große Sorgen machen, rufen Sie bitte bei der örtlichen Polizeidienstelle an“, betont Hechler.
Eine weitere wichtige erste Anlaufstelle für Betroffene und für alle, die helfen wollen, ist das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der kostenfreien Nummer 08000 / 116 016. Es leistet Erst- und Krisenunterstützung und bietet Zugang in das örtliche Hilfe- und Unterstützungssystem. Bei Gewalt gegen Frauen gibt es Rat und Hilfe rund um die Uhr, anonym, in insgesamt 18 Sprachen, barrierefrei. Das Hilfetelefon ist auch online zu erreichen unter www.hilfetelefon.de.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt arbeiten die Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen für Frauen, Kinder, Jugendliche und Männer eng im Netzwerk Gewaltschutz zusammen. Eine der wichtigen Anlaufstellen im Landkreis ist die Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. in Dieburg mit dem Frauenhaus des Landkreises. Die Beratungsstelle ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 06071/ 25666 zu erreichen. Frauen, die von häuslicher Gewalt akut betroffen sind und dringend Aufnahme im Frauenhaus für sich und ihre Kinder suchen, können sich direkt melden unter Telefon 06071 / 33033. Die Kolleginnen in der Beratungsstelle und im Frauenhaus unterstützen schnell und unbürokratisch. Auch am Wochenende ist eine Aufnahme im Frauenhaus möglich, dann über die örtliche Polizei. Männer mit Gewaltproblemen finden bei der Pro Familia Darmstadt ein spezielles Beratungsangebot. Die Pro Familia ist erreichbar unter Telefon 06151 / 429420 oder per E-Mail maennerberatung.aarmstadt[at]profamilia[dot]de.

ladadi

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