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Mit Abstand die Besten:

Bachgauschule entlässt einen besonderen Jahrgang

„Mit Abstand die Besten“, dieses Motto hatte sich der diesjährige Abiturjahrgang der Bachgauschule ausgesucht. Aber stimmte das auch?

Das Babenhäuser Oberstufengymnasium entließ 102 Abiturientinnen und Abiturienten in sechs einzelnen Abiturfeiern. In der Aula der Schule waren Stühle entsprechend des Sicherheitsabstandes aufgestellt, es waren keine Eltern, keine Geschwister oder Freunde dabei. Trotzdem oder gerade deswegen haben die kleinen Feiern einen sehr persönlichen Eindruck hinterlassen. Die Schule und die Tutorinnen und Tutoren gaben sich große Mühe, den Abgängern einen würdigen Abschied zu bereiten. Jonas Reinert, Tutor des Sport-Leistungskurses schaffte es sogar, in seiner Ansprache das Wort „Corona“ nicht zu erwähnen. Dafür mussten die Abiturienten erraten, von welchem Mitschüler vorgelesene Anekdoten aus der Kindheit stammten. Erst bei erfolgreichem Raten gab es das ersehnte Zeugnis.
Mit Abstand die Besten, stimmt das? Mit einem Notendurchschnitt von 2,36 wurde der bisher beste Durchschnitt der Schule erreicht. Fünf Abiturientinnen und Abiturienten haben die Note 1,0 erreicht (Christian Schlottog, Maya Fischer, Katharina Scholz, Susanne Zwingler, Justus Mattern). Dabei war Christian Schlottog mit großem Abstand der Beste. Insgesamt 28 Mal stand die „1“ bei der Note vor dem Komma. Notenmäßig gehört der Jahrgang also zu den Besten.
Ist das auch in anderen Aspekten so? Das fragte sich die Stellvertretende Schulleiterin der Bachgauschule, Martina Meyer- Almes, bei der Verabschiedung. Sie bescheinigte dabei den Abgängern besondere Kompetenzen bei der Stressbewältigung, hatten sie doch bis zum Vorabend der Abiturprüfungen nicht gewusst, ob sie die Prüfungen schreiben können. Auch in anderen Kategorien hielt Meyer-Almes den Jahrgang für die Besten: zum Beispiel in Frustrationstoleranz und Flexibilität. Ihre Reife müssten sie allerdings erst noch beweisen, und zwar bei ihrem Einsatz für die Gesellschaft und die Demokratie.
Bei dem Endspurt zum Abitur wurden die Schülerinnen und Schüler jäh unterbrochen. „Ich weiß es noch genau, es war der 15. März“, so eine Abiturientin. An diesem Tag wurde der Abiturjahrgang wegen der Corona-Risiken vom Unterricht freigestellt. Es gab keinen Schulbesuch mehr, kein Treffen mit Mitschülern, jeder war auf sich gestellt. So wurde es jedenfalls von einigen Abgängern empfunden. „Jeder hat gemeint, dass wir für die Vorbereitung so viel Zeit gehabt hätten. Das stimmt zwar, aber genutzt haben wir sie nicht wirklich“, so eine Abiturientin. „Es hat der Druck durch die Mitschüler gefehlt“, „Es war schwer, sich selbst zu motivieren“, so andere Aussagen. Für einige Abiturienten verlief die Zeit vor den Prüfungen problemlos, für andere war sie sehr emotional, „einfach nur schrecklich“. Für viele war die Isolation am schlimmsten.
Trotz Corona, trotz Isolation, trotz aller Probleme, sie haben es geschafft und keiner hatte das Gefühl, kein „richtiges“ Abitur abgelegt zu haben. Denn die diesjährigen Abiturienten der Bachgauschule sind einfach mit Abstand die Besten!     GO

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