Blühwiesenaktion: 1. Praxistag erfolgreich

Kann man Tiere pflanzen? Ja, das geht! Wer Hornklee pflanzt, darf Bläulinge erwarten und Stieglitze wiederum lieben Wilde Karden. Im Laufe der Evolution haben sich viele solcher Pärchen aus Pflanze und Tier aneinander angepasst. Zahlreiche Insekten, wie Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Bienen sind sogar auf bestimmte Pflanzen angewiesen: Allein von der Brennnessel sind 25 Schmetterlingsarten existentiell abhängig.

Vom 19. – 30. Oktober haben die Schülerinnen und Schüler von 4 Landkreisschulen Rasen- und Brachflächen in Wildblumenwiesen umgewandelt. Fachlich begleitet wurden Sie dabei von LaDaDi-Umweltreferentin Anna Walz und der Biologin Dr. Eva Distler. Bewaffnet mit Gartenwerkzeug und Gartenhandschuhen wurde eine große Menge an Wildstauden und Frühblüher-Zwiebeln (z.B. Krokusse, Tulpen) in die Erde gebracht. Diese halten im Frühjahr ein erstes Blütenangebot für frühfliegende Wildbienen bereit. Bis jetzt wurden an folgenden Schulen Blühwiesen angelegt:
· Hahner Schule (Pfungstadt, 2. Klasse)
· Hans-Quick-Schule (Bickenbach, 3. Klasse)
· Gundernhäuser Schule (Roßdorf – Gundernhausen, 2. Klasse)
· Otzbergschule (Otzberg – Lengfeld, 5. Klasse)

Erlebbare Natur vor der Haustür
Die einheimischen Wildpflanzen zeichnen sich durch eine hohe Anpassungs- und Regenerationsfähigkeit aus. Auch Vögeln bieten diese Flächen Nahrung und Unterschlupf. In den nächsten 2 Jahren werden die Wildwiesen von den Kindern gepflegt und genau beobachtet. An einem zweiten Praxistag im kommenden Frühjahr wird dann Unkraut gejätet und Tier- und Pflanzenarten näher bestimmt um die Wiese im Jahresverlauf besser kennen zu lernen. Durch das Wissen, das sich die Kinder im Laufe des Projektes über die Tiere und Pflanzen erarbeiteten, entwickeln sie auch ein Bewusstsein für die Natur und die Bedeutung der Insekten.
„Naturnahe Grünflächen innerhalb der Städte und Gemeinden sind unverzichtbar zur Förderung der Artenvielfalt“, weiß Umweltdezernent Robert Ahrnt. „In diesem Projekt lernen die Kinder ganz direkt die Zusammenhänge unseres Ökosystems besser kennen und verstehen, dass auch sie mit kleinen Aktionen schon jetzt einen großen Beitrag dazu leisten können.“ Das Projekt wird im Rahmen der „Richtlinie kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte sowie kommunale Informationsinitiativen“ durch das Land Hessen gefördert.

ladadi

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