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Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach:

Optimierung der Stickstoffdüngung im Maisanbau

Im Ziegelweg hat der Babenhäuser Landwirt Andreas Georg (li.) ein Mais-Versuchsfeld angelegt. Christoph Puschner vom Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach betreut als landwirtschaftlicher Berater die Maßnahme.

Ein Hinweisschild in einem Maisacker? Der Zweckverband Wasserversorgung von Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) informiert mit diesen Informationstafeln über „Problem > Ursache > Herausforderung > Lösung“ beim Grundwasserschutz und die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.

Die ursprüngliche Thematik ist eigentlich klar: „Ohne Wasser wächst nichts“, also liegt der Fokus auf dem Grundwasserschutz. Bei einer größeren Trockenheit im Sommer hinterlässt der Mais viel ungenutzten Nitrat-Stickstoff im Boden zurück, der in den Wintermonaten ins Grundwasser gelangen kann. Die Herausforderung für die Landwirtschaft und den Grundwasserschutz ist die Abschätzung der notwendigen Stickstoffdüngung, ohne die klimatischen Rahmenbedingungen abschätzen zu können. Durch eine mehrjährige Versuchsreihe entwickelt man Maßnahmenvorschläge und möchte zielgerichtete Lösungen ausarbeiten. Daher wird auf einem Mais-Versuchsfeld in unterschiedlicher Höhe und zu verschiedenen Zeitpunkten gedüngt. Der jeweilig erzielte Ertrag und der Nitratüberschuss im Boden wird gemessen und analysiert. Durch dieses Vorgehen kann man sich an die „richtige“ Düngermenge annähern, auch wenn die Regenmenge zum Zeitpunkt der Düngung vollkommen unklar ist. Durch die langjährigen Testergebnisse kann man die Düngung auf den Maisfeldern besser dosieren und sorgt damit für einen richtigen Schritt im Grundwasserschutz.
Im Ziegelweg hat der Babenhäuser Landwirt Andreas Georg ein solches Versuchsfeld angelegt und unterstützt damit die Arbeit des ZWO, der unter anderem mit einer eigenen Nitrat-Arbeitsgruppe den Grundwasserschutz sicherstellen möchte. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten der ZWO, der Kreis Offenbach, das Landwirtschaftsamt und zahlreiche Landwirte zusammen. Das Staatliche Umweltamt des Regierungspräsidiums Darmstadt, und der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen sowie Gutachter und ein landwirtschaftliches Labor beteiligen sich ebenfalls in der Arbeitsgruppe.
Die Versuchsreihe die Andreas Georg zusammen mit Christoph Puschner vom ZWO im Ziegelweg erstellt hat hilft somit nicht nur allen Landwirten in dem Maßnahmenraum der Untermainebene, sondern dient vornehmlich dem Grundwasserschutz.
Im Rahmen einer Feldbegehung haben Landwirte die Möglichkeit sich von den Ergebnissen des Feldversuches vor Ort ein eigenes Bild zu machen.      hz

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