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Aktion zum Kinderförderungsgesetz:

„Die Arbeit der Erzieherinnen wird in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen”

Auch die Kleinsten marschierten mit: Am Donnerstag hielt Pfarrerin Andrea Rudersdorf eine Andacht in der Stadtkirche, um auf Schwachstellen im geplanten Kinderförderungsgesetz aufmerksam zu machen. Anschließend gab es einen kleinen Protestzug des evangelischen Kindergartens durch die Stadt.

In 14 Gemeinden des Dekanats Vorderer Odenwald läuteten am vergangenen Donnerstag um 9.30 Uhr die Kirchenglocken. Mit dem Geläut und anschließenden Andachten wollten die Kirchengemeinden auf Schwachstellen im geplanten Kinderförderungsgesetz aufmerksam machen.

20 Kindergärten und Kindertagesstätten betreiben die Kirchengemeinden im Dekanat, die alle vom Gesetz betroffen wären.

Auch der Kindergarten der evangelischen Kirche in Babenhausen beteiligte sich an der Aktion, die nicht als Protest, sondern vielmehr als Anregung verstanden werden sollte, das Gesetz nochmals zu überdenken. In der Stadtkirche hielt Pfarrerin Andrea Rudersdorf die Andacht, die mit einem Dankgebet begann. Darin wurde der Freude über den Kindergarten Ausdruck verliehen und all derer gedankt, die den Kindergarten ermöglichen. „Zugleich sollten wir darüber nachdenken, was uns wirklich wichtig ist“, so die Pfarrerin. „Wir sind ein privilegiertes Land, das in Bildung und Erziehung Vorbild sein soll.“ An der Art der Kinder, zu lernen und Aufgaben zu lösen, könnten die Erwachsenen sich ein Beispiel nehmen.

Mit den 25 Kindern, die den evangelischen Kindergarten besuchen, hatten die Erzieherinnen Banner und Plakate gebastelt, mit denen sie nach der Andacht durch Babenhausen zogen. „Wir möchten damit auf unseren Beruf aufmerksam machen. Die Arbeit der Erzieherinnen wird in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen“, sagte Ursula Scherer, Leiterin des evangelischen Kindergartens, der aus einer Gruppe mit 25 Kindern ab drei Jahre besteht. Das Kinderförderungsgesetz verdiene seinen Namen nicht, findet sie. „Statt uns zu fördern, werden die Personalstunden so weit heruntergefahren, dass wir für die Gruppe nur noch eine Erzieherin hätten.“ Das neue Gesetz gefährde die Existenz des Kindergartens. „Außerdem“, so Scherer, „wird dadurch der Beruf immer unattraktiver für junge Leute. Schon jetzt gibt es zu wenige, die fünf Jahre Ausbildungsdauer auf sich nehmen wollen.“   mel

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